TIPPS ZUR BAUPLANUNG – AUSGABE 2

Erstellt von Markus Wibbe / 20. September 2015 / Blog

Checkliste um Kostenfallen beim Hausbau zu vermeiden:

1. Neben dem reinen Kaufpreis müssen Sie die zusätzlichen Baunebenkosten in der entsprechenden Höhe berücksichtigen. Insbesondere sind die die Vermessungsleistungen, ein Baugrundgutachten, die Baugenehmigung sowie die Kosten für Hausanschlüsse, Außenanlagen sowie evtl. Rodungskosten bzw. die Arbeiten zum Herrichten des Grundstücks

2. Ein von Ihnen beauftragtes Baugrundgutachten kann möglichen notwendigen Mehraufwand rechtzeitig berücksichtigen und kann somit bei Ihrer Finanzplanung von vornherein berücksichtigt werden.

3. Zwingend müssen die Kosten für Makler, Notar und Grunderwerbsteuer berücksichtigt werden. Hier gelten je nach Bundesland unterschiedliche Sätze. Je nach Bundesland schwanken diese von 3,5 bis 6,5 %.

4. Es empfiehlt sich einen unabhängigen Gutachter von Anfang mit einzuplanen.  Hierdurch beugen Sie möglichen mit den Handwerkern vor und vermeiden das aufwändige reklamieren im Nachhinein.

5. Wir empfehlen die Zahlung an die ausführenden Unternehmen immer nach Bauvorschrift durchzuführen. So vermeiden Sie das das Bauherrengeld für nicht erbrachte Leistungen verschwindet.

6. Der Kern des Bauvertrags ist die Bau- und Lesitungsbeschreibung (BLB). Hier gilt, je konkreter sie ist, desto geringer ist das Risiko, in Leistungsumfang, Art und Qualität der Materialien sowie des Ausstattungsdgradsenttäscuht zu werden. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit die BLB zu studieren, auch hier kann Ihnen ein unabhängiger Gutachter helfen und Sie unterstützen.

7. Der Baupartner den Sie auswählen, sollte Ihnen eine möglichst hohe Sicherheit bieten: Zwölf Monate Festpreisgarantie ab Vertragsschluss sowie eine Bauzeitgarantie müssen definitiv gegeben sein.

8. Schutz vor einer Insolvenz der Baufirma: Es lässt sich leider nie ganz ausschließen das die beauftragte Baufirma in die Insolvenz geht, aber das Risiko lässt sich für Sie eindämmen. Ratsam ist ein intensiver Check des Unternehmens mit einer entsprechenden Wirtschaftsauskunft (z.B. Creditreform)

9. Achten Sie auch darauf eine Fertigstellungssicherheit in Höhe von 5% des festgeschrieben Wekvertragspreises zu vereinbaren. Dieses steht Ihnen sogar gesetzlich zu. Eine Baugewährleistungsbürgschaft sorgt dafür, das auch größere Mängel in den ersten fünf Jahren kostenfrei beseitigt werden.

10. Kein Hausbau ohne Versicherung. Es kann leider einiges schief gehen, gerade in er Planungs- und Bauphase Ihrer Immobilie. So kann z.B. Material aus dem Rohbau gestohlen oder beschädigt werden, irgendjemand verletzt sich auf der Baustelle oder ein Wasserschaden zerstört den Rohbau. Wir empfehlen sich bereits nach dem Grundstückskauf um den richtigen Versicherungsschutz zu kümmern. Hierzu gehören zum einen eine Bauherrenhaftpflichtverisicherung, die Bauleistungsversicherung und eine Feuerrohbauversicherung, die nach der Fertigstellung ihres Hauses in die Wohngebäudeversicherung übergeht.

11. Ein immer wiederkehrender Irrtum rankt sich um das Hinweisschild „Betreten verboten“. Auch wenn Sie ein entsprechendes auf der Baustelle angebracht haben, schützt Sie dieses vor Schadenersatzansprüchen nicht.

12. Kein Eigenkapital? Dann sollten Sie sich wirklich überlegen ob der Bau/Kauf einer Immobilie wirklich das richtige für Sie ist. Es werden immer wieder Vollfinanzierung angeboten, doch die sind mit enormen Gefahren verbunden. Viele Häuslebauer glauben das Sie im Notfall die Immobilie einfach verkaufen können und damit den Kredit vollständig zurückzahlen können, doch das ein großer Irrtum! Natürlich ist es möglich einen Küfer zu finden, der genauso viel zahlt, wie das Haus gekostet hat. Die Kaufnebenkosten sind aber definitiv weg. Außerdem kostet die Finanzierung entsprechend mehr, je weniger Eigenkapital Sie einbringen könne, Folgende goldene Faustregel sollten Sie berücksichtigen: 20 Prozent des Gesamtkosten sollten Sie in die Finanzierung einbringen könne, besser sind aber 30 Prozent.

13. Wenn Sie mit Ihrer Bank verhandeln, denken Sie eine lange Zinsbindung zu vereinbaren, die derzeit (Stand: 2015) sehr niedrigen Zinsen sollten Sie sich definitv sichern. Ebenfalls empfehlen wir auch hohe Tilgungsraten zu vereinbaren. Dies reduziert den Gesamtzinsaufwand und mindert das Risiko der Zinsanpassungen, wenn Kredite wieder teurer werden.

14. Beachten Sie das das Angebot mit dem niedrigsten Effektivzins nicht automatisch das günstigste ist. Sie erhalten den besten Preisvergleich wenn Sie durch den Blick auf das was am Ende der Sollzinsbindung an Schulden noch übrig bleibt: die Restschuld. Wenn Sie verschiedene Angebote einholen, achten Sie darauf bei allen Anfragen immer identische Vorgaben zu machen: die gewünschte Darlehenssumme und die monatlichen Raten für Zins und Tilgung. So kommen Sie am einfachsten und besten zum günstigsten Anbieter, das ist derjenige bei dem die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung am niedrigsten ist.

15. Die Eigenheimzulage wurde ja vor einiger Zeit abgeschafft, allerdings gibt es vom Statt weiterhin Unterstützung für Häuslebauer. Bei der KfW-Bank gibt es zinsgünstige Darlehen, mit einen Bauherren beim Erwerb der eigenen vier Wände unter die Arme gegriffen wird. Mittlerweile werden zudem alle belohnt die sich beim Hausbau besonders umwelt- und energiebewusst zeigen. Auch die Wohnriester-Förderung sollte unbedingt geprüft werden.

16. Es kommt immer wieder vor das der Punkt Eigenleistungen immer wieder überschätzt wird. Die Arbeiten, speziell bei den Eigenleistungen dauern aus Erfahrung immer länger als geplant und die Kosten für das Baumaterial derEigenleistungen werden oftmals unterschätzt.

17. Bedenken Sie das das es bei denEigenleistungen auch keinerlei Gewährleistung gibt. Sie sollten somit unbedingt folgendes berücksichtigen: Maximal 5-10 Prozent der Bausumme lassen Sich durch Eigenleistungen einsparen – oftmals sind es sogar noch weniger.

18. Die Hilfe der Familie und durch Freunde ist natürlich schön und auch wichtig. Aber auch diese ist nicht gratis. Beachten Sie bitte eine Bauhelferversicherung abzuschließen. Sie bietet Schutz bei allen möglichen Unfällen, die bei Ihren Helfern auf der Baustellen auftreten können.

19. Das wichtigste zum Schluss, die Bauabnahme! Mit der Bauabnahme akzeptieren Sie die Immobilie als weitgehend mängelfrei. Evtl. Beanstandungen sind im Nachhinein deutlich schwerer durchzusetzen. Auch hier rechnet sicher ein unabhängiger Gutachter. Durch die Begleitung der der Bauabnahme, haben Sie einen Fachmann an Ihrer Seite der die Mängelfreiheit der Immobilie fachgerecht beurteilen kann.