TIPPS ZUR BAUPLANUNG – AUSGABE 15

Erstellt von Simone Wibbe / 27. Februar 2016 / Blog

Gut geplant, ist bereits halb gebaut! Bauträger, Finanzierung und Co. Gründliche Vorbereitung sorgt für Sicherheit.

Die Entscheidung, ein Eigenheim zu bauen, bedeutet für die meisten Bauherren und ihre Familien eine regelmäßige finanzielle Belastung über viele Jahre hinweg. Bei der Kalkulation des Projektes geht man in der Regel davon aus, dass alles gut läuft. Und das ist auch richtig so, denn eine positive Grundeinstellung ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Es gibt jedoch Risiken, die man verhältnismäßig einfach absichern kann: zum Beispiel die Bewertung des Bauträgers. Den Bauträger richtig zu bewerten, ist für den Bauherren eine echte Herausforderung. Auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis zu stimmen scheint, sollte man vor Vertragsabschluss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauunternehmers sowie dessen Qualität und Zuverlässigkeit überprüfen. Am besten ist es, wenn der Bauträger eine Baufertigstellungsbürgschaft bei der Bank nachweisen kann. Denn diese Bürgschaften garantieren dem Bauherren, dass die Bank für die Fertigstellung des Hauses aufkommt, sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Alternativ zu den Bürgschaften des Unternehmens kann man mit dem Bauträger auch den Abschluss einer Baufertigstellungsversicherung vereinbaren. Diese wäre zwar ein weiterer Kostenfaktor, kommt jedoch der Bauträger seinen Bauverpflichtungen, etwa aus Gründen einer Insolvenz, nicht nach, ist diese Versicherung die einzige wirksame Absicherung. Denn in der Regel reichen die dem Bauherren gesetzlich zustehenden Sicherheitseinbehalte, nicht für den entstandenen Schaden im Rahmen der Restfertigstellung aus. Wirtschaftsauskunftsdateien geben gegen eine Honorar Auskünfte über die Wirtschaftliche Situation des Bauträgers. Auch die Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende bietet ihren Mitgliedern eine Bonitätsprüfung an.

Andere Angebote sind zum Beispiel das einholen von Baugrund- und Bodengutachten oder eine baubegleitende Qualitätskontrolle. Kann man sein Bauvorhaben mit möglichst viel Eigenkapital unterstützen, so muss man letztlich weniger Kredit aufnehmen und kann einen hören Tilgungssatz vereinbaren. Die Laufzeit des Kredits verkürzt sich dadurch. Es ist wichtig die Angebote der verschiedenen Darlehensanbieter gründlich zu vergleichen. Dabei sollte man nicht einfach den günstigsten Kredit in Anspruch nehmen, denn oft verbergen sich hier versteckte Kosten oder ungünstige Bedingungen die an die Laufzeit verknüpft sind. Deshalb sollten angehende Bauherren und Bauherrin sich in jedem Fall eine ausführliche Beratung einholen, und das am besten nicht nur von einer einzigen Bank. Es lohnt sich oft auch im Internet bei Vergleichsportalen oder unabhängigen Darlehensvermittlern Informationen über die Hauptunterschiede verschiedener Anbieter einzuholen. Zudem sollte man einen Kredit erst dann aufnehmen, wenn wirklich sichergestellt ist,  dass man ihn dauerhaft stemmen kann.