TIPPS ZUR BAUPLANUNG – AUSGABE 14

Erstellt von Simone Wibbe / 11. Februar 2016 / Blog

Feuchten Wänden durch Heizen den Kampf ansagen!

Ein gut gedämmtes Gebäude mit modernen Türen und Fenstern sorgt dafür, dass die Bewohner viel Heizenergie sparen können. Doch moderne bzw. modernisierte Gebäude- egal ob Neubau oder renovierter Altbau – sind praktisch „dicht verschlossen“. Ein gesundes Wohnklima lässt sich dennoch schaffen, indem einige grundlegende Regeln beachtet werden. Gerade in kühlen Herbst- und Wintermonaten klagen viele Menschen über Feuchteschäden und Schimmelbildung in Ihren Häusern und Wohnungen. Die Gründe hierfür sind nicht immer eine mangelnde Lüftung. In der kalten Jahreszeit raten wir dazu, alle Räume ausreichend zu heizen und die Raumtemperatur nicht unter 17 Grad fallen zu lassen. Das bedeutet natürlich, dass eine Heizung auch während der Abwesenheit der Bewohner immer eingeschaltet sein sollte. Vor allem Schlafzimmer, Bäder, Trockenböden kleine Küchen und Vorratsräume sind in den kühlen Monaten anfälliger für Schimmelbildung als andere Räume. Am besten sollten deshalb auch diese Räume immer leicht geheizt werden, um so möglichst viel Feuchtigkeit aus der Luft zu nehmen. Für ein gesundes Wohnklima wird allgemein eine relative Luftfeuchte von 60 bis 65 Prozent angegeben. Mit einem Hygrometer lässt sich dieser Wert überwachen. Sobald die Luftfeuchte über diesen kritischen Wert steigt, reicht es meist schon, die Heizung ein wenig höher zu stellen.

Feuchteschäden sind aber immer auch in den Sommermonaten ein Thema, wenn es zu länger anhaltenden Schwüle und damit zu hoher Luftfeuchtigkeit kommt. Besonders an kühlen Außenwänden oder in Kellerräumen schlägt sich die Feuchtigkeit der Luft dann als Kondensat nieder. Deshalb sollten Kellerfenster geschlossen bleiben. Allein mit Lüften lässt sich die Sommerschwüle oftmals nicht wieder aus den Räumen bringen. Selbst im Sommer hilft dann nur noch das kurze Anstellen der Heizung. Ansonsten ist regelmäßige Frischluftzufuhr wichtig und effektiv, gerade auch in den kalten Monaten. Doch de Experten raten nicht zum Dauerlüften, sondern zur regelmäßigen Stoßlüftung. Schon zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten lüften reicht aus, um einen Austausch herbei zu führen. Da die Außenluft im Winter weniger Feuchtigkeit als in den Sommermonaten enthält, trägt sie nicht zur Feuchtebildung in de Räumen bei, Auch weitere Maßnahmen für eine besseres Raumklima lassen sich schnell und einfach ergreifen. Manchmal reicht es schon, beispielsweise einen Kleiderschrank ein Stück von der kühlen Außenwand wegzurücken, um so für eine bessere Zirkulation zu sorgen. Hilft dies alles nichts und es gibt immer wieder Probleme mit Kondenswasser- und Schimmelbildung, sollte ein Bausachverständiger den Ursachen auf den Grund gehen. Denn Schimmel sorgt nicht nur für einen scheußlichenAnblick, er macht auf Dauer krank. Bei vielen Menschen treten gesundheitliche Probleme oft erst nach längerer Zeit auf. Ist jemand regelmäßig den Pilzen bzw. Sporen ausgesetzt, kann dies zu Allergien, Reizhusten, Atemwegsbeschwerden oder anderen, teils chronischen Erkrankungen führen. Vor allem Kinder, ältere Personen und Menschen mit geschwächten Immunsystem reagieren auf Schimmel besonders sensibel.