TIPPS ZUR BAUPLANUNG – AUSGABE 11

Erstellt von Simone Wibbe / 15. Dezember 2015 / Blog

Infos zum Thema Energiesparen und Wärmeschutz

Die verstärkten Anstrengungen zur Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung sind ein zentrales Element des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Investitionsentscheidungen müssen wegen der langen Lebensdauer der Gebäude besonders nachhaltig im Sinne der Energieeinsparung sein. Energie sparendes Bauen schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Merkmale Energie sparendes Bauen sind:

  • Wärmeschutz: Optimierung des baulichen Wärmeschutzes aller Wärme übertragenden Wandflächen, Dach- und Deckenflächen sowie Auswahl von Fenstern und Fensterkonstruktionen mit möglichst geringen Wärmedurchgangskoeffizienten. Außenwände beeinflussen den Energiebedarf nur zu einem geringen Teil. Die meiste Wärme geht über Fenster, Dach, Keller und vor allem durch Lüftung verloren. Der Wärmeschutz ist eng verbunden mit dem Feuchteschutz, Feuchteschäden an Bauwerken sind häufig die Folge mangelnden Wärmeschutzes. Die Wärmedämmfähigkeit der Baustoffe wird durch Feuchtigkeit erheblich herabgesetzt. Wärmebrücken sind zu vermeiden.
  • Einschränkung des Luftwechsels auf das hygienisch erforderliche Maß, Übermäßiges Lüften und Lüftungswärmeverluste durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle (Fenster, Fugen) müssen vermieden werden.
  • Optimierung der Heizungsanlage bzgl. der Betriebsführung, des Einbaus und des Wirkungsgrades und Kontrolle des Wärmeverbrauchs.
  • Energiegerechte Ausrichtung des Gebäudes: Bei der Standortwahl sind – soweit möglich – Aspekte des Windschutzes, der Beschattung, durch Bäume, die Orientierung hinsichtlich der Himmelsrichtung usw. zu berücksichtigen. Der Grundriss wird nach der Sonne ausgerichtet. Gebäude in windgeschützten Lagen benötigen weniger Heizenergie.
  • Möglichst kompakte Bauformen: Gebäude mit niedrigem Oberfläche/Volumen-Verhältnis weisen geringere Wärmeverluste auf.
  • Grundrissgestaltung, Festlegung der Raumtiefe (Belichtung, Belüftung) und nutzungsorientierte Lage der Räume mit dem Ziel, diese möglichst ohne raumlufttechnische Anlagen und Ergänzungsbeleuchtung betreiben zu können.
  • Raumtemperaturzonen: Beheizte und unbeheizte Räume werden in Zonen zusammengefasst. Aufenthaltsräume nach Osten, Süden und Westen, unbeheizte Nebenräume nach Norden angeordnet. Der Eintritt kalter Luft in das Gebäude sollte durch einen Windfang vermindert werden.
  • Klimagerechtes Bauen: Thermische Stabilität erzeugen durch Abschirmung störender Klimaeinflüsse auf das Bauwerk. Durch Wärme speichernde Bauweise und Baukonstruktion können Veränderungen der Außenlufttemperatur, nur gedämpft und verzögert Einfluss  auf das Innenklima des Gebäudes nehmen.

In unseren nächsten Ausgaben mit „Tipps zur Bauplanung“ erfahren Sie mehr über: Passive Solarenergienutzung -> Sonnenenergienutzung, ökologische Haustechnik und Trinkwassereinspeisung.

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