RICHTIG HEIZEN IM WINTER! SO GEHT ES RICHTIG!

Erstellt von Simone Wibbe / 4. Februar 2017 / Blog

 

Auch wenn der Winter uns bisher mit eisigen Minusgraden über Wochen zumeist verschont hat, auf eine warme Wohnung möchten wir auch bei Temperaturen um die zehn Grad Celsius nicht verzichten. Doch wie stellt man die Heizung eigentlich am besten ein, wenn man sie gerade nicht braucht – etwa über Nacht oder bei längerer Abwesenheit? Was spart mehr: Dauerbetrieb oder Sparflamme? Eine Pauschalantwort gibt es auf diese Fragen nicht. So kommt es unter anderem darauf an, ob man in einer unsanierten Altbauwohnung oder in einem gut gedämmten Neubau zuhause ist. Wie viel Wärme verloren geht, hängt außerdem auch vom Unterschied zwischen Innen und Außentemperatur ab: Je größer die Differenz, desto höher der Wärmeverlust. In vielen Gebäuden soll die automatische Nachtabsenkung diesen Verlust minimieren: Die Vorlauftemperatur wird an der Heizungsanlage so reduziert, dass Wohnräume nachts beispielsweise nur auf 17 statt 20 Grad Celsius erwärmt werden. Erfolgt die Nachtabsenkung nicht automatisch, kann man auch die Thermostate an den Heizkörpern manuell zum Beispiel von Stufe 3 auf 2 herunter drehen. Die Absenkung um einige Grade kann mehr Energie einsparen, als das Wiederaufheizen am Morgen verbraucht. Der Einspareffekt der Absenkung macht sich vor allem bei schlecht gedämmten Gebäuden beziehungsweise in Leichtbauhäusern bemerkbar. Weniger sinnvoll ist dies in sehr gut gedämmten oder massiven Häusern, weil dort die nächtlichen Wärmeverluste geringer sind. Anders sieht es aus, wenn man mehrere Tage oder länger außer Haus ist: Dann spart das Herunterregeln der Heizung meist Kosten ein, da das tägliche Wiederaufheizen entfällt. Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Raumtemperatur in diesem Fall auf rund 15 Grad, bei längerer Abwesenheit auch etwas niedriger, einzustellen. Die Heizung ganz abzuschalten ist generell nicht ratsam. Mieter sind sogar dazu verpflichtet, die Thermostate mindestens auf Frostschutz (Schneeflocke) einstellen, um das Einfrieren von Leitungen zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Mit dem richtigen Verhalten kann man die Heizkosten reduzieren. Dauerhafte und größere Einspareffekte bringt aber nur eine energetische Sanierung von Haus oder Wohnung.